Oswald Hicker, 1973 in St. Pölten geboren, arbeitete bereits ab dem Alter von 14 Jahren neben seinem Schulbesuch als freier Journalist für die Regionalausgabe der "NÖN" (Niederösterreichische Nachrichten) in seiner Heimatgemeinde. Im Jänner 1992 begann Hicker mit seiner journalistischen Arbeit als Redaktionsaspirant in der Chronikredaktion von Kurt Falks Tageszeitung "täglich Alles".
Nach fünf Jahren wechselte Hicker im Jänner 1997 als Redakteur zum Nachrichtenmagazin "News". Nach drei Jahren professioneller Magazinarbeit folgte Hicker dem Ruf aus seinem alten Verlag und kehrte im Jänner 2000 als Ressortleiter der Chronik zu "täglich Alles" zurück, wo er zum stellvertretenden Chefredakteur aufstieg. Nach der Umwandlung von "täglich Alles" zu einem Internetmedium im August 2000 leitete er die 30 Personen starke Online-Redaktion und sammelte wichtiges Know-How in diesem Bereich. Ab Sommer 2001 arbeitete Hicker als freier Jornalist für verschiedene Medien, unter anderem für Kurt Falks Wochenzeitung "Die ganze Woche". Danach folgten Jobs als Chef vom Dienst der ORF Talkshow "Vera" (2004), Stellvertretender Ressortleiter Chronik des Nachrichtenmagazins "News"(2005) und bei der Frauenzeitschrift "Miss". Seit Juli 2006 ist Hicker Chefreporter der Tageszeitung "Heute".
Hicker ist ein ausgezeichneter Kenner der österreichischen Sicherheitsbehörden und verfügt über hervorragende Kontakte zu vielen Medien. Höhepunkte seiner Arbeit sind mehrere längere Aufenthalte als Berichterstatter während der Bürgerkriege am Balkan. Neben der führenden Berichterstattung in den spektakulärsten Kriminalfällen des Landes (Unterweger, Briefbomben/Fuchs, Lassing, Kampusch, Amstetten), gelang es Hicker 1997, mit einem Fotografen für das Nachrichtenmagazin NEWS einen Schlepperring aufzudecken. Die Reporter schleusten sich als Illegale in die Organisation und ließen sich von Ungarn nach Österreich bringen. Verhaftungen im Kreise der Organisatoren und eines Zöllners waren die direkte Folge. Mit der Veröffentlichung der "Akte Kampusch" in der Tageszeitung "Heute" im April 2008 sorgte Hicker für unübertrieben weltweites Medienecho aber auch für eine kontroversielle Debatte über Ethik im Journalismus.

Foto: Tom Linecker / Der Österreichische Journalist
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